Das Ziel

Im Jahre 2003 beschloss der Vorstand des Deutsch-Israelischen Freundeskreises Neuwied e.V. (DIF) aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens und auf Anregung von Charlotte Fichtl-Hilgers, sich an dem Projekt „STOLPERSTEINE“ des Kölner Künstlers Gunter Demnig (www.stolpersteine.com) zu beteiligen.

das_ziel.pngAnfang des Jahres 2004 wurden die ersten Steine verlegt. Ziel und Absicht dieses deutschland- und europaweit verbreiteten Projektes (https://de.wikipedia.org/wiki/Stolpersteine) ist es, für jedes einzelne Nazi-Opfer – und nicht nur für jüdische Opfer – kleine, fast unscheinbare Steinquader (10 x 10 cm) in den Bürgersteig vor ihren früheren Häusern zu verlegen. Auf einer Messingplatte sind die Daten jedes einzelnen Opfers eingestanzt. Diesen soll durch die Verlegung der „Stolpersteine“ ihr Name und – soweit eruierbar – ihr individuelles Schicksal zurückgegeben werden, das gemeinhin hinter großen Zahlen der Anonymität und dem Vergessen preisgegeben wurde.

In diesem Projekt möchten wir nicht nur die Opfer und ihre Familien dem Vergessen entreißen, sondern eine Mahnung für die Gegenwart und die Zukunft ausprechen, ähnliche oder andere Unmenschlichkeiten zu verhindern, den Anfängen mutig entgegenzutreten. Außerdem wollen wir einen authentischen Beitrag zur Stadtgeschichte Neuwieds leisten.

In diesem Zusammenhang sei festgehalten, dass Oberbürgermeister Nikolaus Roth in einem Brief vom 24. April 2017 das Stolperstein-Projekt als Privatsache bezeichnete, mit dem die Stadt Neuwied nichts zu tun habe.